Sonntag, 20. August 2017

"Kühlschrank-Kümmerle"


33 Gewürzgurken sind heute auf dem Markt in meinen kleinen Stoffbeutel gewandert, denn lustigerweise werden die Einlegegurken nach Stück und nicht nach Gewicht berechnet. Denn auf meiner Reise durchs Internet bin ich auf englischen Seiten auf so genannte "Refrigerator Pickles" gestoßen. Also Gewürzgurken, die nicht richtig eingeweckt werden sondern nur mit Sud übergossen und dann nach wenigen Tagen im Kühlschrank genießbar sind. Einziger Nachteil, sie sind nicht so lange haltbar und müssen im Kühlschrank bleiben. Aber bei einer kleinen Menge auf jeden Fall mal einen Versuch wert.


Es funktioniert auch ganz einfach: Kleine Einlegegurken werden gut gewaschen und in die Gläser geschichtet, man kann auch größere Exemplare in Streifen oder Scheiben schneiden, diese werden dann etwas schneller weich.
In die Gläser kommen dann Gewürze nach Wunsch. Bei mir waren das pro Glas eine getrocknete Chilischote, ein Lorbeerblatt, eine Messerspitze getrockneter Dill, ein halben Teelöffel Senfkörner und ein paar Pfefferkörner.
Der Sud wird währenddessen aufgekocht er besteht aus Wasser, Essig nach Wahl, Zucker und Salz. Ich habe den Sud nach Geschmack gemacht, d.h. so lange probiert bis es mir richtig Sauer-Salzig-Wenig-Süß vorkam. Dann den kochenden Sud in die Gläser füllen bis alle Gurken bedeckt sind und anschließend Gläser zuschrauben, auf den Kopf stellen und abkühlen lassen. Danach sofort in den Kühlschrank stellen.

Leider verlieren die Gurken Ihre grasgrüne Farbe, aber sie sehen dann mehr nach echten "Kümmerle" (fränkisch für Gewürzgurken) aus.

Die ersten sind schon verkostet und für lecker befunden.

Wie fangt Ihr den Sommer ein?

Grüße,
Steph

Samstag, 12. August 2017

12 von 12 - August 2017

Ein regnerischer Samstag hier in 12 Bildern, mehr Tagesberichte wie immer bei Caro von Draußen nur Kännchen.


Den Kaffee aufgefüllt und dann die Nase ganz tief in die leere Kaffeetüte gesteckt. Kaffee am Morgen in Schwarz und Weiß. Die Einkaufstour begann heute im Unverpackt-Laden. 


Danach wurden ein paar Bücher in der Bücherei zurückgegeben, die liegt ganz praktisch direkt am Marktplatz. Dort war trotz des schlechten Wetters einiges los. Am Obststand sind Mirabellen, Zwetschgen und Sommeräpfel in meine Beutel gewandert. Irgendwie vermisse ich ja meine Wocheneinkaufberichte vom plastikfreien Juli, mal schauen ob ich das mal wiederhole.


Nach dem ganzen Einkaufen gab es eine kleine Stärkung mit geschenkter Marmelade. Danach habe ich Hefeteig für den Zwetschgenblaatz (Kuchen) gemacht und auch mit den Ribele (Streuseln) war ich nicht sparsam. Gießen musste ich heute nicht, aber die Tomaten hab ich trotzdem mal besucht.


Während der Hausherr mit Besuch ein Fußballspiel angesehen hat habe ich das Buch von Shia Su durchgelesen, ist sehr gut geschrieben, wer aber Ihren Blog ließt erfährt hier wenig Neues.  Passend zum Wetter gibt es heute ein Wohlfühlessen, Kartoffel-Bohnen-Auflauf. Der ist gerade im Ofen, ich freu mich schon.

Ich wünsch Euch einen schönen Sonntag.

Steph

Dienstag, 1. August 2017

Plastikfreier Juli - den Mut nicht verlieren

Das wars - der "plastic free july 2017" ist vorbei und jetzt? Dieser Monat soll ja nur eine Erinnerung daran sein, wieviel Plastik sich in unseren modernen Welt befindet, und wieviel wir davon täglich ohne groß darüber nachzudenken wegwerfen.

Man muss schon zugeben, es kann einen schon überwältigen und vor unüberwindbare scheinende Hürden stellen, wenn man sich dem (Plastik)Müll und seiner Vermeidung widmet. Dabei sollten wir immer wieder vor Augen halten, dass auch die kleinen Änderungen Gutes tun. Wenn wir nur auf die Plastiktüte oder den CoffeeToGo-Becher verzichten, dann ist das in Summe eine ganz schöne Menge. Also bitte den Mut nicht verlieren und einfach kleine Veränderungen anstreben, so versuche ich es auch.

Irgendwann will ich auch noch einen Post dazu machen, wie man auch ohne Unverpackt-Laden viele Lebensmittel ohne Verpackung bekommt. Das ist nämlich durchaus möglich.



Hier ein kleiner Schnappschuss meiner Reise nach Freiburg, so ganz ohne Bild ist es mir immer etwas zu fad.

Einen lieben Dank noch an Katrin, die mich in Ihrem Kommentar daran erinnert hat, das man den Mut nicht verlieren soll, auch wenn es nicht immer ganz einfach ist.

Schönen August!
Steph


Montag, 24. Juli 2017

Plastikfreier Juli - Haushalt

Im Haushalt bei Reinigung und Co. kann man viel Verpackungsmüll und Einwegartikel sparen. Hier sind wir noch ganz am Anfang, aber ich zeige Euch mal was wir bereits ersetzt haben.


Aus Schalen von diversen Zitrusfrüchten (ich hatte bis jetzt immer nur Zitronen zur Hand) kann man einen prima Allzweckreiniger herstellen. Einfach die Schalen mit 5% weißem Essig für 2-3 Wochen ziehen lassen. Der Essig nimmt dann den herrlichen Ztirusduft an und es riecht nur noch wenig nach Essig. Dann das ganze abseihen, ggf. durch ein Tuch und schon kann man den Reiniger verwenden. Am besten in eine Sprühflasche, die hatte ich aber gerade nicht. Er ist gut für Oberflächen in der Küche und auch ein Schuß ins Wischwasser genügt für saubere Böden.


Im April habe ich mal ein paar alte Textilen ausgemistet und mir aus einem zerschlissenen Handtuch und den seltsamen Tischsets aus Studentenzeiten ein paar (4) Spüllappen genäht. Diese werden statt dieser blöden Schwammtücher verwendet und dann einfach mit in die gerade anfallende Wäsche gegeben. Bisher klappt das super. Auf dem linken Bild seht ihr rechts einen Lappen der schon in Gebrauch war und einer der Vier (der linke) ist sogar noch unbenutzt. Kaum ein Unterschied.

Was ich noch ersetzt habe (aber gerade kein Bild zur Hand) ist WC-Reiniger nach dem Rezept von hier. Der funktioniert sehr gut auch gegen Verkalkungen, der Hausherr kann dies bestätigen.

Verlinkt mit dem Creadienstag, schaut doch mal vorbei.

Grüße vom Putzmuffel!

Samstag, 22. Juli 2017

Plastikfreier Juli - Wocheneinkauf #4


Mit diesem vierten Einkauf im Juli endet meine kleine Miniserie, die einen kleinen Einblick in unsere Wocheneinkaufsroutine gegeben hat. Hier die Beiträge zu Woche#1, Woche#2 und Woche#3
Nächstes Wochenende bin ich nicht hier und deshalb auch kein Einkauf. Auf dem oberen Markt kommt alles aus der Region und ist saisonal. Höhepunkt, die gelbe Wassermelone, diesmal ohne Folie und frischer Zuckermais für den Grill. Auf den roten Kopfsalat freue ich mich auch schon sehr und das Obst ist z.T. schon weg...


Im Unverpacktladen gab es diesmal Sonnenblumenöl, Sauermilch, Gemüsebrühe, Süßkram, Müsli, Käse und Einkornnudeln. Das Wurzelbrot ist vom Bäcker und dient als Beilage zum heutigen Grillen.


Und nicht das Ihr denkt wir sind hier super "Zero-Waster". Das sind wir mit Nichten. Der Einkauf im normalen Supermarkt zeigt dies gut. Die Getränkereihe ist ja noch ok, denn alles sind Glaspfandflaschen, aber es gibt doch Sachen die wir nicht unverpackt und plastikfrei kaufen. Es ist nicht perfekt, aber zumindest ein Anfang und auch ein Prozess.

Immer ein Schritt nach dem anderen und nicht stehen bleiben.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Steph

Verlinkt mit der Sammlung einfach.nachhaltig.besser.leben

Samstag, 15. Juli 2017

Plastikfreier Juli - Wocheneinkauf #3

Beim Einkaufen kann man meiner Meinung nach am meisten Verpackung sparen und wenn man sich hier etwas angestrengt hat (ich muss schon zugeben, das ich mehr als einen Laden besuchen muss um das alles so zu bekommen) dann geht es die Woche über ganz einfach kein Plastik zu benutzten. Man isst einfach was im Kühlschrank ist.


Auf dem Markt gab es wieder jede Menge tolle Sachen, neben den ersten Sommeräpfeln der Sorte 'Piros' und breiten Bohnen gibt es auch die erste fränkische Wassermelone. Leider war die schon in Frischhaltefolie gewickelt und es gab keine Ganzen, aber dafür ist sie regional. Für den ganzen Markteinkauf habe ich nur 20€ bezahlt, finde ich absolut fair.


Die Lebensmittel aus diesem Bild habe ich in verschiedenen Läden erstanden. Eier, Schokobällchen, Müsli, Butter, Einkornnudeln und Popcornmais sind aus dem Unverpackt-Laden. Dinkelseelen vom Bäcker - einfach in den eigenen Beutel gegeben lassen. Sahne, Milch, Saft und Schwedenmilch in Pfandflaschen sind vom Biosupermarkt. Salami, Feta und Oliven konnte ich mir auch dort in die eigenen Behälter abfüllen lassen.

Sieht irgendwie wenig aus, aber bis auf die frischen Sachen ist noch viel da, von daher mal schauen ob ich die Woche nochmal los muss.

Nach dem Einkauf ist jetzt erstmal süßes Nichtstun angesagt. Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Viele Grüße,
Steph

Verlinkt mit der Sammlung einfach.nachhaltig.besser.leben

Mittwoch, 12. Juli 2017

12 von 12 - Juli 2017

Mein 12. im Juli ist natürlich von der Challenge "PlasticFreeJuly" geprägt. An einem normalen Arbeitstag wie heute ist es für mich gar nicht so schwierig auf Einwegplastik zu verzichten. 


Geblitzdingster Kaffee am frühesten Morgen und die Fit-Milch hält leider auch nicht was sie verspricht. Meine Bambuszahnbürste, die hatte ich die Woche ja schon hier im Beitrag für ein plastikarmes Badezimmer gezeigt. Um halb Sechs war ich schon am Hauptbahnhof.


Als Frühstück gab es eine Banane und zu Mittag Reste von den gestrigen Bratkartoffeln, selbst mitgebrachte Pausensnacks sparen Verpackungsmüll und Geld. Auf dem Nachhauseweg hat es heftig geregnet, aber im Bus war es trocken. Diesen tollen Hinweis habe ich beim Denn's entdeckt, also liebe Denn's-Einkäufer bringt eure Behälter mit!


Der Regen tut meiner "Grünen Hölle" aber richtig gut und ich muss weniger gießen. Statt zu gießen gönnen der Hausherr und ich uns einen Nachmittagskaffee.


Beim Kaffee hatte ich dann Lust auf Kuchen und spontan gebacken, einen "Was-Da-Ist-Kuchen" mit Quark und Gries. Zum Abendessen gab es eine Dinkelreis-Gemüsepfanne. Die Zutaten dafür habe ich bei meinem Wocheneinkauf schon gezeigt, fast alles verpackungsfrei. Ist der Blumenkohl nicht toll?


Mehr Tagesberichte in Bildern wie immer bei Caro von Draußen nur Kännchen, viel Spaß beim stöbern.

Viele Grüße
Steph